Saal für größere Veranstaltungen

















Nicht mehr als der Namen und einige Mauerreste waren bis 1995 auf dem verwilderten Grundstück an der Parallelstraße erhalten von der wesentlich größeren Stiftung für die Werksangehörigen.
Diese Stiftung machte es möglich, daß in Neunkirchen das erste „Feierabendhaus im Gau Saarpfalz“ entstehen konnte. Zu diesem Haus wurde am 19. Dezember 1937 unter einem Pfeiler der späteren Kegelbahn an der Gabelsbergerstraße der Grundstein gelegt.
Bei der Einweihung des Hauses nach der Übergabe des Denkmals an der unteren Kirche, also am 16. Oktober 1938, betonte der Kreisleiter der NSDAP, daß ein solches Haus auch „ein Zeichen des neuen Geistes“ sein sollte.
Im Einvernehmen mit der Generaldirektion teilte er mit, „das Kasino und Hüttengaststätte geschlossen bleiben und in Zukunft das Feierabendhaus ....Gemeinschaftshaus für den Generaldirektor wie für den jüngsten Lehrling ist“.
Von Karl Ferdinand Stumm wurde 1938 nicht mehr gesprochen.

Natürlich sollte das Bauwerk diesem „neue sozialen und wirtschaftlichen Denken“ Ausdruck geben. Es ist wohl dem Architekten Stockhausen und den mitgestaltenden Künstlern zu verdanken, daß dabei ein sehr ansprechender Bau entstand, dessen gediegene handwerkliche Ausstattung noch auf den erhaltenen Fotos zu erkennen ist.
Gebaut wurde auf dem Gelände zwischen
Ring- und Gabelsbergerstraße mit einer Fläche von insgesamt 140 mal 60 Meter.

Die Anlage wurde mit den Mittel des Werkes, aber mit Tatkräftiger freiwilliger Mitarbeit der Belegschaft, oder wie man damals sagte „Gefolgschaft“, erstellt. Anders als bei späteren „freiwilligen“ Einsätzen war in diesem Fall die Mitarbeit wirklich noch weitgehend freiwillig, da das Feierabendhaus von vielen als Haus für alle Hüttenleute angenommen wurde.
Es entstand ein Haus, in dem das Erdgeschoß von einem Saal für größere Veranstaltungen eingenommen wurde. Große Glastüren führten zum Innenhof mit Grünanlage, in deren Mitte auf einem achteckigen Brunnensockel die Statue eines Hüttenarbeiters stand. Mit Recht war die Werksleitung stolz darauf, daß ein Hüttenmann nämlich Hans Bogler, für diesen Brunnen das Bildnis eines Walzwerkes geschaffen hatte.

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